Todenhöfer, Wagenknecht und Lafontaine verurteilen Kriege des Westens : Politische Gegner von einst friedlich vereint

CDU-Mann Todenhöfer appelliert mit Wagenknecht und Lafontaine an die Bürger, nur Parteien zu wählen, die Kriege ablehnen.

Es ist ein Abend gewesen, der den Beteiligten sicher lange in Erinnerung bleiben wird. In der überfüllten Saarbrücker Garage drängten sich 700 Menschen, die das Zusammentreffen der Buchautoren Jürgen und Frédéric Todenhöfer mit dem Traumpaar der deutschen Linken, Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine, erleben wollten. Der neue Kultur- und Sozialverein Saarland (das charmante Kürzel lautet „Kuss“), der sich unabhängig nennt, in dem aber bekannte  Linkspolitiker wie Martin Sommer und Astrid Schramm agieren, hatte eingeladen. Die beiden Todenhöfers, Vater, 78, und Sohn, 35, wechselten sich auf dem schwarz drapierten Podium ab, und trugen aus ihrem neuen Buch „Die große Heuchelei. Wie Politik und Medien unsere Werte verraten“ Abschnitte vor, die die Zuhörer, darunter auch die Fraktionsgeschäftsführer von CDU und Linken im Saar-Landtag, Stefan Thielen und Jochen Flackus, betroffen machten. Als Todenhöfer junior von seinen Erlebnissen im von US-Bomben 2016/17 zerstörten Mossul/Irak vorlas, von den vielen zivilen Opfern, den getöteten Kindern seiner Ansprechpartner und der Fassungslosigkeit der Überlebenden, denen von den gegen den IS kämpfenden US-geführten Truppen am Ende noch ihre Kleidung und Möbel genommen wurden, schüttelten viele die Köpfe... (Saarbrücker Zeitung, 11.05.2019)

„Kriege werden nicht wegen Werten geführt“

Interview mit Jürgen Todenhöfer in der "Saarbrücker Zeitung"

Der Publizist Jürgen Todenhöfer (78, CDU) hat mit seinem Sohn Frédéric Todenhöfer, 35, ein neues Buch vorgelegt „Die große Heuchelei. Wie Politik und Medien unsere Werte verraten“. Die Todenhöfers stellen ihr Buch am morgigen Donnerstag, 9. Mai, ab 19 Uhr in der Saarbrücker Garage vor. Veranstaltet wird der Abend vom Kultur- und Sozialverein Saarland, der der Linkspartei nahe steht. Nach der Lesung gibt es ein Gespräch der Autoren mit der Linksfraktionsvorsitzenden im Bundestag, Sahra Wagenknecht, das von deren Ehemann Oskar Lafontaine, Linksfraktionschef im Saar-Landtag, moderiert wird. Die SZ stellte Jürgen Todenhöfer vorab Fragen zu seinem Buch...

Todenhöfer und Wagenknecht

Lesung und Diskussion in der Saarbrücker Garage (Wochenspiegel)

Jürgen Todenhöfer, langjähriger CDU-Bundestagsabgeordneter, Medienmanager und Publizist, und Frederic Todenhöfer, der ihn auf seinen Reisen in die Kriegsgebiete der Welt begleitet hat, kommen nach Saarbrücken. Am Donnerstag, 9. Mai, 19 Uhr, werden sie in der „Garage“ Bleichstraße 17, aus dem Buch „Die große Heuchelei. Wie Politik und Medien unsere Werte verraten“ lesen, das derzeit auf Platz sieben der „Spiegel“-Bestseller-Liste steht.

Im Anschluss werden sie mit Sahra Wagenknecht, der Vorsitzenden der Linksfraktion im Deutschen Bundestag, über die Kriege des Westens und die dahinterliegenden „Werte“ diskutieren. Jürgen Todenhöfer sagt dazu in seinem aktuellen Buch: „Hunderttausende Unschuldige wurden im Irak im Namen unserer ‚Werte‘ getötet. Zehntausende in Afghanistan. Es ging nie um Werte. Immer nur um Interessen.“

Organisiert wird die Veranstaltung vom Kultur- und Sozialverein Saarland e.V. (KuSS). Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.